Videoschnitt: Welche Programme sich gut eignen

Bewegte Bilder werden im Onlinemarketing immer wichtiger. Ob für Facebook, den eigenen Blog oder die Website - Videos nehmen immer mehr an Bedeutung zu. 

 

Neben der Aufnahme, müssen Videos auch geschnitten werden. Immer wieder werde ich daher von Kunden gefragt, welches Programm ich dafür empfehlen würde? Die Frage ist manchmal gar nicht so leicht zu beantworten.

 

 

Wenn wir nach einem Videoschnittprogramm suchen, finden wir eine riesige Auswahl und man selbst weiß gar nicht welches wäre das Richtige?

 

Die Liste von Programmen wie MAGIX Pro X, Sony Vegas, Premiere, IMovie ist umfangreich. Doch wann setzt man am Besten welches Programm ein?

 

Man muss nicht unbedingt das teuerste Programm  holen. Manchmal reicht auch eine billigere Variante. Nach einem schönen Urlaub auf den Kap Verdischen Inseln hat man zwei bis drei Videosequenzen, die man zusammenstellen möchte. Dafür braucht man nicht unbedingt Adobe Primere Pro CC, oder Sony Vegas pro 14 für 400 Euro, sondern da reichen auch Programme wie IMovie oder Sony Movie Studios für nur 50 Euro. Es kommt immer darauf an, was man mit dem Programm machen möchte.

 

Nicht nur gute Kamera, sondern auch ein gutes Schnittprogramm

Wenn man auf gute Qualität setzten möchte braucht man dementsprechend eine gute Kamera, aber auch ein gutes Schnittprogramm. Denn die Kamera macht nur die Aufnahmen und den Ton. Den Rest wie Hervorhebungen, Waveform-Bearbeitung, Audiobereich, zusätzliche Effekte mit Green Screen Dateien  oder Farbkontrast-Veränderungen bearbeitet man im Videoschnittprogramm. 

 

Man trifft dafür bei der Suche auf auf Namen wie Sony Vegas Pro 14, Adobe Premiere Pro CC und MAGIX Pro X,. Diese Produkte decken den hochklassigen Bereich ab, da man mit den Programmen so ziemlich alles bearbeiten und einbauen kann.

 

Finalcut Pro X und IMovie für den Anfang ausreichend

Warum Programme wie Finalcut Pro X und IMovie bei der Aufzählung der Profi-Programmen nicht vorkommen, liegt daran, dass diese keine sind. Sie besitzen zwar sehr viele Effekte, sehen gut aus und unterstützen diverse Dateiformate. Dennoch sind Sie begrenzt was die Spurenzahl angeht. Um damit Imagefilme oder große Videoprojekte zu schneiden, reicht IMovie mit seinen maximal zwei Hauptspuren und einer Support-Videospur nicht aus. IMovie ist für Anfänger auf dem Macbook ein gutes Programm. Auch wenn ein Unternehmen lediglich das eine oder andere Facebook-Video schneiden möchte, dann sollte es ruhig auf die eingeschränkten und billigen Programmvarianten setzen. Für ihre Bedürfnisse reichen solche Programme völlig aus. 

 

Wer allerdings professionell Videos drehen und bearbeiten möchte, der muss auf Vegas Pro, Premiere und MAGIX Pro setzen.

 

Wissen was man möchte

Diese drei Programme unterscheiden sich kaum von den Möglichkeiten. Premiere muss im Abo gekauft werden  und wird monatlich mit Upgrades bedacht. Sony Vegas Pro 14 und MAGIX Pro X  erhält man zu einem Festpreis.

 

Hier unterscheiden sich die Meinungen, wem was gefällt. Neben Premiere Pro CC , was farbenfreundlich, schnell ist und bis zu 80 Spuren in der Theorie bieten kann (je nach PC-Leistung unterschiedlich), ist Sony Vegas zwar optisch nicht so freundlich, dennoch liegt dieses Programm bei der Leistung vor jedem anderen Programm. 99-102 Spuren sind laut der Theorie möglich, hängt aber auch von der eigenen PC-Leistung ab. Bei Sony Vegas Pro wird nicht auf Design gesetzt, sondern auf Arbeitsleistung. Klingt erst mal vielversprechend, dennoch hat dieses Programm auch seinen Haken.

 

Es bietet eine Menge an Effekten an und eine riesige Auswahl an Render-Möglichkeiten.  Doch für den Anfänger ist das Programm nicht zu gebrauchen, da es mit Shortcuts arbeitet und man  sich damit erst einmal einarbeiten muss.

 

Kommen wir zu dem letzten Programm MAGIX Pro X. Dieses Videoschnittprogramm ist für den Benutzer farbenfreundlich und leicht erklärt, bietet eine riesige Bandbreite an Effekten an und ist laut Theorie bis zu 90 Spuren benutzbar. Der Nachteil an MAGIX Pro X ist, dass dieses Programm seine Proxymedien vergisst, obwohl sie da sind. Proxymedien sind eine Form von kopierten Dateien, auf ein bestimmtes Format gerendert. Das bedeutet, dass das Programm  schneller arbeiten kann, da die Dateien bei der Auflösung nicht zu groß sind.

 

Bei der Frage nach dem besten Videoschnittprogramm, sollte  man danach schauen was möchte. Möchte man Schneiden oder Produzieren?

 

Für Macbooks kämen die beiden Programme Finalcut Pro und IMovie zum Einsatz. Zwei Programme die anfängerfreundlich sind und zum Hobbygebrauch gut geeignet sind.

 

Für Windows-Nutzer wären Programme wie Sony Movie Studios ganz ideal, da sie billig sind und  halten was sie versprechen. 20 Spuren bei 1080p Aufnahmen, viele Effekte mit Green-Screen-Einbau und auch Waveform-Bearbeitungen.

 

 

Sony Vegas Pro und Premiere Pro CC sind Programme die den Profibereich abdecken.

 


Tipp

Für Interessierte bieten wir einen Workshop zum Thema "Videos für PR und Marketing" an. Dabei geht es auch um das Thema Videoschnitt. In praktischen Übungen zeigen wir die Möglichkeiten professioneller Programme auf. 

 

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Über den Autor: 

Dario Rochow arbeitet seit einigen Jahren im Bereich der Videoproduktion.  Als Videoredakteur  stellt er sein Knowhow seit Juni der ROCHOW Medienagentur zur Verfügung.